Ambulante Eingriffe

Ambulante Eingriffe führen wir in unserem praxiseigenen Eingriffsraum in lokaler Betäubung (Lokalanästhesie) durch.

Frenulotomie

Bei einem zu kurzen Vorhautbändchen (Frenulum breve) erfolgt die Durchtrennung des Vorhautbändchens (Frenulotomie). Diese wird mit sich selbst auflösendem Nahtmaterial durchgeführt, so dass kein Fadenzug erforderlich ist.

Vasektomie

Die Sterilisation (Vasektomie) gilt als die sicherste Verhütungsmethode des Mannes. Im Rahmen eines kleinen operativen Eingriffs in lokaler Betäubung werden über einen Schnitt am Hodensack die Samenleiter durchtrennt und in einer speziellen Technik vernäht, so dass die Passage der Samenzellen unterbrochen wird. Der Hoden bleibt durch die Operation unberührt und produziert weiterhin wichtige Geschlechtshormone. Auch die Spermienproduktion bleibt intakt, allerdings werden die Spermien durch die nun verhinderte Passage durch den Samenleiter vom Körper wieder von selbst abgebaut. Die Menge der Samenflüssigkeit bleibt nahezu identisch, da nur ein Bruchteil davon vom Hoden produziert wird.

Unmittelbar nach der Sterilisation können sich noch weiterhin Samenzellen in anderen Abschnitten des Ejakulationstrakts befinden, daher ist zunächst eine Verhütung auf anderem Wege erforderlich. Nach etwa 6-8 Wochen erfolgt die erste mikroskopische Kontrolle des Ejakulats. Bis dahin sollten etwa 20 Ejakulationen stattgefunden haben. Eine zweite mikroskopische Kontrolle wird nach etwa 12-18 Wochen durchgeführt. Erst wenn sich in beiden Kontrollen keine Samenzellen mehr nachweisen lassen, kann die Unfruchtbarkeit bestätigt werden.

Eine Sterilisation gilt als endgültige Verhütungsmethode und lässt sich nur durch eine aufwendige Operation wieder rückgängig machen. Daher sollte die Entscheidung zur Sterilisation sorgfältig gefällt werden und mit der Partnerin besprochen werden.

Gerne beraten wir Sie in einem persönlichen Gespräch genauer über den Ablauf der Sterilisation, die erforderlichen Nachuntersuchungen sowie die Kosten, welche von den Krankenversicherungen nicht übernommen werden. Im Rahmen des Termins können auch bereits die ausführliche Aufklärung der Operation, die notwendigen Voruntersuchungen und die Planung des Eingriffs erfolgen.

Beschneidung/Zirkumzision

Bei einer Beschneidung (auch Zirkumzision genannt) wird die Vorhaut, welche die Eichel des Penis bedeckt, teilweise oder vollständig entfernt. Dies ist erforderlich, wenn das Zurückziehen der Vorhaut erschwert oder schmerzhaft ist, oder wenn es immer wieder zu Einrissen und Entzündungen im Bereich der Vorhaut und der Eichel kommt.
Wogegen im Kindesalter eine Vorhautverengung (Phimose) noch normal ist und – sollte sie sich nicht von selbst lösen – häufig mit Salben behandelt werden kann, ist bei Erwachsenen meist eine operative Therapie notwendig. Wiederholte Einrisse und Entzündungen der Vorhaut führen zu einer fortschreitenden Vernarbung und Verengung der Vorhaut. Da die Intimhygiene erschwert wird, bilden sich häufig chronische Infektionen. Erkrankungen wie z.B. ein Diabetes mellitus können diese begünstigen.

Wir führen die Beschneidung ambulant in unserer Praxis durch. Nach ausführlicher Aufklärung und Vorbereitung über den Ablauf des Eingriffs findet dieser in lokaler Betäubung statt. Nach Entfernung der Vorhaut wird ein Verband angelegt, welcher bis zur Wundkontrolle in unserer Praxis am Folgetag verbleibt. Wasserlassen ist mit dem Verband problemlos möglich. Weitere Wundkontrollen vereinbaren wir individuell mit Ihnen. Da wir resorbierbare (selbst-auflösende) Fäden verwenden, ist eine Fadenentfernung nach der Operation nicht erforderlich.

Wie bei jeder Operation können während oder nach einer Beschneidung Komplikationen auftreten, welche jedoch insgesamt selten sind. Sollten Schmerzen nach der Zirkumzision auftreten, lassen diese sich in der Regel mit Schmerzmitteln (z.B. Ibuprofen, Paracetamol) gut behandeln. Blutungen oder relevante Nachblutungen sind insgesamt selten und lassen sich in der Regel ohne einen erneuten Eingriff behandeln. Das Infektionsrisiko ist bei adäquater Wundpflege und Nachsorge gering; eine antibiotische Therapie ist in der Regel nicht erforderlich. Nach der Zirkumzision kann die Empfindlichkeit der Eichel zunächst verändert sein, was sich jedoch meist schnell normalisiert.

Im Rahmen des ausführlichen Aufklärungsgesprächs besprechen wir mit Ihnen den genauen Ablauf der Operation, die möglichen Komplikationen, sowie die Nachsorge. Bei Fragen zur Zirkumzision sind wir gerne für Sie da.

Bitte beachten Sie, dass wir in unserer Praxis keine Zirkumzisionen bei Kindern durchführen.